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Arbeiten als schwangere Tagesmutter?

26.09.2011
Viele Tagesmütter entscheiden sich für die Kinderbetreuung und –förderung als Beruf, weil sie diese Tätigkeit gut mit der Versorgung eigener Kinder vereinbaren können. Doch was passiert, wenn sich bei der Tagesmutter erneut Nachwuchs ankündigt? Darf eine Tagesmutter während der gesamten Schwangerschaft weiter arbeiten? Für Tagesmütter, die nur ein einzelnes Kind betreuen oder angestellte Kinderfrauen gelten die Vorschriften des Mutterschutzgesetzes (MuSchG). Das Gesetz soll die werdende Mutter und ihr Kind vor Überforderung, Gefahren, Gesundheitsschädigung am Arbeitsplatz und finanziellen Einbußen schützen – und zwar während der Schwangerschaft und in der Zeit nach der Geburt des Kindes. Für die Arbeit mit Kindern im Vorschulalter gilt, dass dabei das Risiko einer Berufskrankheit besteht: Die Ansteckungsgefahr mit Erregern von Kinderkrankheiten ist sehr hoch. Es gibt daher entsprechende Beschäftigungsverbote für werdende und stillende Mütter.

Selbstständige Tagesmütter dürfen rein rechtlich gesehen während der gesamten Schwangerschaft, kurz nach der Geburt und auch während der Stillzeit uneingeschränkt arbeiten. Denn das Mutterschutzgesetz sowie die Mutterschutzfristen gelten nur für angestellte Tagesmütter. Nichtsdestotrotz sollten sich auch selbstständige Tagespflegepersonen der Risiken, die die tägliche Arbeit birgt, bewusst sein und die entsprechenden Hinweise im Mutterschutzgesetz kennen: Wie viele Stunden Arbeitszeit täglich sollte ich nicht überschreiten? Welche Obergrenzen gelten zu Lärmbelastung, zum Heben und Tragen von Lasten?

Ein besonderes Risiko für Tagesmütter ist vor allem die erhöhte Ansteckungsgefahr mit Windpocken, Masern, Mumps, Röteln, Scharlach oder weiteren Kinderkrankheiten. Gegen die meisten Krankheiten gibt es Impfstoffe. Nicht jedoch gegen Ringelröteln oder Zytomegalie: Dieser Virus kann für das ungeborene Kind sogar lebensbedrohlich sein. Als Tagesmutter sollten Sie daher auf jeden Fall untersuchen lassen, ob Sie gegen diese Krankheiten immun sind, bevor Sie uneingeschränkt weiter arbeiten.

Die rechtzeitige Information der abgebenden Eltern ist ebenfalls ein Punkt, den Sie frühzeitig angehen sollten. Denn falls Sie aufgrund der Schwangerschaft Arbeitszeiten reduzieren möchten, können Sie im Fall des Falles leichter Lösungen für Ausfallzeiten finden.