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Rückblick Kindertagespflegetage 2014 – die Laufstall-Universität

Rückblick Kindertagespflegetage 2014 – die Laufstall-Universität 13.06.2014
Vom diesjährigen Laufstallwochenende haben wir wieder viel mitgenommen: Informationen aus elf interessanten Vorträgen, Trends auf dem Bilderbuchmarkt, viele nette Kontakte und die Erkenntnis, dass es zwar ein Vorteil ist, alle Themen „mitnehmen“ zu können, aber Workshops in kleinen Gruppen doch noch intensiver Wissen vermitteln können.
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Am vorletzten Maiwochenende fanden die 5. Kindertagespflegetage in Bonn statt – diesmal unter dem Motto „Kindertagespflegetage – die Laufstall-Universität“. Im großen Saal des Bonner Gustav-Stresemann-Instituts hörten Tageseltern und andere Interessierte aus ganz Deutschland insgesamt elf Vorträge, die sich mit Themen rund um die Kindertagespflege auseinandersetzten.

Schon um 9 Uhr morgens war der Hörsaal voll – statt das schöne Wetter draußen zu genießen, das die Kindertagespflegetage nun schon das 5. Mal begleitete, nahmen die insgesamt 120 engagierten Tagesmütter und auch einige Tagesväter die Möglichkeit wahr, sich zu ihrem Beruf fortzubilden und sich auch untereinander auszutauschen. Der Samstag begann mit einem Vortrag über Inklusion, den Veranstalter Jörg Mielczarek in buchstäblich letzter Minute selbst übernehmen musste, da Frau Dr. Wiemert leider verhindert war. Anhand ihrer Vorbereitungen informierte er über Modellprojekte zur Inklusion in der Kindertagespflege. Das Fazit: Kindertagespflege bietet ein großes Potenzial für die Betreuung von Förderkindern. Auf ihn folgte die Bonner Rechtsanwältin Maria Petra, die mit dem Thema Deckelung in der Kindertagespflege auf mehr als offene Ohren stieß. Denn die „eigenen Süpplein“ der Kreise und Kommunen sowohl bei der Bezahlung als auch bei weiteren Bestimmungen über die Kindertagespflege sind bundesweit ein Problem. Viele Tageseltern fühlen sich bevormundet – beim gleichzeitigen Anspruch, dass Kindertagespflege eine selbständige Tätigkeit ist, die entsprechende Pflichten fordert, die Rechte aber stark einschränkt.

Nach dem Mittagessen, das die Möglichkeit zu Unterhaltungen und zum Knüpfen neuer Kontakte bot, ging es weiter mit einem Vortrag von Kinderarzt Dr. Wilfried Lehnen. Seine Ausführungen zum Umgang mit ADHS-Kindern interessierten viele Tagesmütter. In einem Infoblatt hat Dr. Lehnen hier die wichtigsten Punkte zu ADHS zusammengestellt: Umgang-mit-ADHS-Kindern.pdf

Petra Everts-Sesterhenn hielt einen Vortrag zum Bilderbuchlesen im Dialog. Hier ging es vor allem darum, wie Sprachbildungsprozesse über Bilderbücher gefördert werden können. Die wichtigsten Eckpunkte ihres Vortrags lesen Sie hier: Bilderbuchbetrachtung_im_Dialog.pdf. Einige Zuhörerinnen hatten sich bei diesem Thema einen größeren Praxisbezug gewünscht – den bekamen sie dann doch noch in den Pausen, in denen eine umfangreiche Buchausstellung über Neues und auch „Trends“ nicht nur auf dem Bilderbuchmarkt informierte. Jeder Teilnehmende hatte sich eines der Medien – von Postern über Spiele bis hin zu Fachliteratur und eben Bilderbüchern –aussuchen dürfen, um es mitzunehmen. Leider ging durch den starken Andrang der Überblick über Vormerkungen teilweise verloren, so dass die eine oder andere ihren Wunschtitel doch nicht mitnehmen konnte. Das Laufstall-Team wird diesen Part im kommenden Jahr auf jeden Fall anders organisieren. Eine Liste der vorgestellten Medien können Sie sich hier abrufen: KTPT-Buchmesse-2014.pdf

Die Eingewöhnung von Tageskindern ist ein ständig aktuelles Thema, mit dem sich am Laufstall-Wochenende Marion Oberheiden befasste. Sie hat hierzu auch ein Buch geschrieben, das zur Erleichterung der täglichen Arbeit zum Beispiel einen Erstgesprächsleitfaden und ein Eingewöhnungstagebuch enthält. Das Buch ist 2014 im Verlag Cornelsen Scriptor erschienen (Praxis Kindertagespflege Eingewöhnung, ISBN 978-3589248179, 14,95 €).

Weiter ging es mit Allergien und deren Auslösern, von Milch über Nüsse bis hin zu Obst, und praktischen Tipps von Ruth Vogelsang-Sprenker, wie man in der Kindertagespflege so wenig wie möglich weglässt, um den Speiseplan abwechslungsreich zu gestalten.

Nach fast sieben Jahren soll Tagesmutter Monique Hitziger aus ihrer Nürnberger Wohnung geklagt werden, weil der Hausfrieden durch ihre Tätigkeit gestört wäre. Auf den Kindertagespflegetagen sprach sie mit Laufstall-Betreiber Jörg Mielczarek und erfuhr große Solidarität von den anwesenden Tageseltern.

Beim gemeinsamen Grillabend wurden die Ernährungsratschläge dann vermutlich beiseite gelassen. Dafür hatten alle Spaß dabei, sich bei einem gemütlichen Essen mit Gleichgesinnten auszutauschen. Viele Tageseltern trafen sich bereits zum wiederholten Mal in Bonn und hatten sich sicherlich viel zu erzählen.

Der Sonntag startete dann auch erst um 10 Uhr mit dem Thema Raumgestaltung in der Kindertagespflege, die Bärbel van Dawen vortrug. Die wichtigsten Aspekte hat Bärbel van Dawen für Sie zusammengefasst - wir stellen ihren Vortrag hier zum Download für Sie zur Verfügung: Raumgestaltung_in_der_Kindertagespflege.pdf.

Dr. Jutta Hinke-Ruhnau machte anschließend anhand von Zahlen und Fakten klar, wie wichtig die Kindertagespflege in Deutschland für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist und was Tageseltern leisten – oft zu gering vergütet. Die wichtigsten Ergebnisse aus ihrem Vortrag zur Professionalisierung in der Kindertagespflege können Sie hier nachlesen: Professionalitaet_KTP.pdf

Nach dem Mittagessen am Sonntag musste dann noch einmal die Konzentration hochgefahren werden: Steuern ist nicht jedermanns (oder hier eher jederfraus) Steckenpferd. Hier zeigte sich, dass wir bei einer nächsten Veranstaltung auf jeden Fall wieder in Workshopgruppen arbeiten wollen. So gingen zum Beispiel die Fragen von Tagesmüttern, die im eigenen Eigentum arbeiten und solchen, die Mieträume nutzen, sehr weit auseinander. Renate Joswig konnte nur die dringlichsten Fragen beantworten.

Einen Schlusshöhepunkt setzte dann noch Gabriele Martens, die den Film „Wege aus der Brüllfalle“ vorstellte. Ganz praktische Ratschläge, wie jener, dass erst durch die richtige Kontaktaufnahme zum Kind die Kommunikation gelingt, ließ manchen mit einem Aha-Erlebnis nach Hause gehen.

Insgesamt sind die Kindertagespflege wieder ein spannendes Zusammentreffen vieler interessanter Menschen aus diesem Bereich gewesen. Und auch in diesem Jahr standen das „Networking“ und der Austausch untereinander im Fokus. Das Feedback vieler Teilnehmerinnen zeigte uns jedoch, dass wir im nächsten Jahr wieder auf unser bewährtes Workshop-System setzen werden. Denn so schön es ist, alle Themen mitnehmen zu können, sind doch der individuelle Austausch und dass intensive Lernen in kleineren Gruppen noch höher zu bewerten.

An dieser Stelle werden wir in Kürze auch die restlichen Vorträge über Zusammenfassungen, Infoblätter oder Präsentationen einstellen – wir informieren Sie wie immer über unseren Laufstall-Newsletter.

Wir bedanken uns bei folgenden Unternehmen für die finanzielle Unterstützung der 5. Kindertagespflegetage:

Institut für elementare Musikerziehung GmbH
Externer Email-Link zu:httphttp://www.ifem.info

Kitadorado e.K
Externer Email-Link zu:httphttp://www.kitadorado.de

Südpfalzwerkstatt gGmbH
Externer Email-Link zu:httphttp://www.suedpfalzwerkstatt.de

Verein für Zahnhygiene e.V.
Externer Email-Link zu:httphttp://www.zahnhygiene.de

ZeT Zeitschrift für Tagesmütter
Externer Email-Link zu:httphttp://www.friedrich-verlag.de

Zwergensprache GmbH
Externer Email-Link zu:httphttp://www.babyzeichensprache.com